Mit spitzer Feder... Integrierter Ärger mit dem Blockparken

© yves guillo, openclipart.orgIm Februar 2014 hatten wir eine Glosse für unsere AL-Zeitung verfasst. Aus Aktualitätsgründen veröffentlichen wir an dieser Stelle noch einmal diesen Text! Wenn Sie unsere Zeitung nicht bekommen haben sollten, bitte melden Sie sich bei uns über unser Kontaktformular. Wir senden Ihnen gern noch ein Exemplar zu!

 

 

Hat man in den vergangenen Jahren unseren angestellten und zugekauften Stadtplanern aufmerksam zugehört, wurde man schnell auf das neue Modewort „integriert“ in dieser Branche aufmerksam. Vom „integrierten Handlungsprojekt Wülfing“ ging es über das „integrierte Handlungskonzept Innenstadt“ bis zu der Wortschöpfung von Fr. Gottlieb, unserer technischen Dezernentin, die nun vom „integrierten Blockparken“ sprach.
Was sagt uns nun das Wort integriert?
Ich hätte zunächst vermutet, es handelt sich um das „eingebunden sein“. Der Duden spricht auch von dem „zugehörig sein“ eines Teils zu einem Ganzen. Könnte man also das „integrierte Handlungskonzept Innenstadt“, welches aus vielen Einzelplänen besteht, möglicherweise auch schlicht als „Gesamtplanung Innenstadt“ bezeichnen?
Aber nein, das geht gar nicht!
Blockparken in Schüssel integriertBei dem stolzen Preis von 4 Mio. € für den simplen Vorgang des Pflastersteine- und Lichtmastenaustausches benötigt man selbstverständlich einen diesem Preis angemessenen Namen! Integriertes Handlungskonzept klingt doch wenigstens auch nach was!

Aber was zum Teufel ist denn nur integriertes Blockparken? Was soll hier eingebunden werden? Sollte Fr. Gottlieb hier vorausschauend eine Marketingförderung integriert haben? Der vom Blockparken „beglückte“ Kunde darf seinen Ärger gleich beim Einzelhändler abladen. Und schon ist eine Gesprächsbasis entstanden, die es sonst nicht gegeben hätte! Der Händler kann Trost und Verständnis zeigen und ganz nebenbei den Umsatz steigern, weil der Kunde seinen Frust durch den Konsum abbauen möchte! Wirklich genial!
Die Alternative Liste hatte bei Veröffentlichung der Pläne davon gesprochen, dass die Kaiserstraße zu einem Verkehrsübungsgelände umgewandelt würde. Aber diese Feststellung war nun wirklich zu platt! Es berücksichtigt nun gar nicht die vielfältigen Aspekte der angedachten „Integration“!
Deshalb will ich mich an dieser Stelle an Fritz Eckenga anlehnen: Un nu kommst Du. Du kannst ja in der nächsten Halbzeitpause mal eine Viertelstunde über die Integrationsmöglichkeiten beim Blockparken nachdenken! „Eine Viertelstunde? Das schaffst Du schon…!“

Feder Grafik: © yves guillo, openclipart.org

 

Mehr vom Fußballmanager Fritz Eckenga:
http://www.youtube.com/watch?v=NgVUzP8wa6k

http://www.youtube.com/watch?v=oNLP14zUWlE

http://www.youtube.com/watch?v=jW0LJDYgKmE

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