Blockparken - Oder wie die CDU mit Fehlern im Wahlkampf punkten möchte!

BlockparkenBlockparken erregt die Gemüter, die der Parker wie der Fußgänger und Einzelhändler!
Die Schwächen des Systems:

  • Das Parken in der 2. Reihe verlangt einige Übung. Besser noch, man besitzt einen nicht so breiten Wagen, dafür aber Rückfahrsensoren.
  • Der östliche Kaiserstraßenteil ist für diese Form des Parkens nicht breit genug.
  • Die Parkfläche lässt sich nur schwer erkennen. Das führt zu Konflikten bzw. gefährlichen Situationen mit Fußgängern, die glauben sich auf dem Fußweg zu befinden.
  • Die Zufahrt wird häufig zugeparkt.
  • Es bestehen Konflikte zwischen dem Parkraum und der Nutzung von Außenflächen durch Gastronomen. Die Besucher bekommen kostenlos die Abgase auf den Tisch geblasen.

 

Aus der Sicht der Stadtplaner überwiegen die Vorteile:

  • Die Parkplätze lassen sich aus beiden Richtungen anfahren.
  • Der Straßenraum sei klar strukturiert. (?)
  • Es lassen sich auf diese Weise viele Parkplätze unterbringen.
  • Der Bezug zwischen den beiden Straßenseiten ist über die Einfahrachsen des Blockparkens leichter herstellbar. Soll heißen, die Fußgänger werden stärker dazu animiert, die Straßenseiten zu wechseln.
  • Die jetzigen Probleme sind Anlaufschwierigkeiten, weil sich die Menschen noch nicht an die neue Situation gewöhnt haben.

Welchen Argumenten Sie mehr Bedeutung beimessen, überlassen wir gerne Ihnen! Blockparken gibt es mittlerweile in einigen Städten. So auch in Wermelskirchen. Obwohl hier die Straße deutlich breiter ist, haben sich auch nach 5 Jahren die Menschen noch nicht daran gewöhnt!
Sicher ist auch, dass einige der oben genannten Konflikte und Schwächen absehbar waren! Es ist auch nicht so, dass niemand auf diese Mängel während der Planungsphase aufmerksam gemacht hätte! Die AL hat von Beginn an das Blockparken kritisiert und abgelehnt!!
Die ultimative Forderung der CDU, es dürfe im Innenstadtraum kein Parkplatz wegfallen, begegnete der Stadtplaner mit dem Argument, dass diese Zielsetzung mit dem Blockparken erreichbar wäre. Dem folgten dann die Blockparteien von CDU, SPD, UWG und FDP. Warum sollte man auch selbst nachdenken, wenn der/die Experten Empfehlungen aussprechen! Die FDP vollzog dann allerdings auch eine kleine Wende begann die Anordnung der Parkplätze in Zweifel zu ziehen! Aber was passiert heute? Die Einzelhändler fragen bei der CDU nach und möchten von ihr, dem Verursacher des Systems, Hilfe erhalten. Die CDU ist dankbar für die Unterstützung, kann sie doch mitten im Wahlkampf ihre Bürgernähe bekunden und punktet mit Aktivitäten, wie einem eiligst einberufenen Infoabend. Der wäre vor mehr als einem Jahr wichtiger gewesen, noch bevor die Planung in die Verwirklichungsphase eingetreten ist.
Und deshalb nur ein Hinweis, nicht dass später jemand behauptet, niemand hätte etwas gesagt. Auch in der aktuellen Planung für den Umbau des Schlossmacherplatzes ist Konfliktpotential enthalten. Die Spielfläche wird so nah wie nur möglich vor der Bergischen Apotheke an die Straßenführung heran geplant! Wir halten das für einen schweren Planungsfehler! Solche Ideen kann nur der entwickeln, der nie mit kleinen Kindern unterwegs war!

BlockadeparkenAber wie könnte es nun in Sachen Blockparken weitergehen?
Für den Stadtplaner ist das zunächst nur eine Frage des Gewöhnungsprozesses.
Die Stadtverwaltung schlägt die bessere Kennzeichnung der Parkfläche vor, lehnt aber jede fundamentale Änderung ab. Weil das Blockparken ein grundlegender Bestandteil des Förderantrages gewesen sei, müsse man bei einer Änderung der Parksituation, so Fr. Gottlieb, mit der Rückforderung der Fördergelder rechnen. Die CDU schlägt vor, nach der Wahl, im September die Situation noch einmal im Bauausschuss zu diskutieren.
Die Einzelhändler, die den Zorn der Kunden abbekommen, so wie wir es in unserer Glosse der AL-Zeitung Nr. 17 befürchtet hatten, zeigen sich zufrieden mit den Ergebnissen (??). Wir sind das nicht!

An den Gewöhnungsprozess glauben wir nicht. Das Einparken in der hinteren Reihe bleibt schwierig! Für ältere und beeinträchtigte Menschen baut diese Parksituation unnötige Hürden auf. Aber auch für den eiligen Kunden bleibt Blockparken ein Ärgernis, auf das er sich nicht einlassen möchte.
Wir sind der Überzeugung, dass es möglich ist, ohne die östliche Kaiserstraße neu zu gestalten, dass das Schrägparken auf den vorhandenen Flächen wieder eingeführt werden kann.
Die Frage wird nur sein, gibt es genügend Stimmen im Rat, die den Mut besitzen, bisherige Fehler einzugestehen? Oder Sie entscheiden sich am 25. Mai gleich für die AL, die es gewohnt ist, sogenannte Expertenmeinungen zu hinterfragen!

Aber noch ein Hinweis zum Schluß! So ärgerlich die Parksituation in der Rader Innenstadt derzeit auch sein mag, Radevormwald besitzt größere Probleme, über die es wichtiger wäre zu diskutieren! Da beginnt mit der Fiananzsituation und endet noch nicht bei den ungelösten Schulproblemen! Wir sollten uns deshalb wieder mehr mit den Themen beschäftigen, die über die Zukunftsfähigkeit dieser Stadt mehr aussagen!!!!

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