Schule und Kultur

An dieser Stelle möchten wir Sie über die Probleme und Entscheidungen der Verwaltung und der kommunalen Politik in Sachen Schule und Kultur informieren. Hier finden Sie neben den Beratungen des Rates zu diesem Themenkomplex auch die Diskussionen im Schul- und Kulturausschuss der Stadt wieder.

Wir haben unsere Homepage in Kapitel und Büchern gegliedert. Das ist die Eingangsseite oder auch die Umschlagsseite des "Buches". Unsere Informationen zu diesem Thema finden Sie dann auf den folgenden Seiten! Am Ende jeder Buchseite finden Sie eine Navigation, mit der Sie zu einer früheren oder der nächsten Seite innerhalb des Buches wechseln können. Außerdem haben Sie einen Navigationsblock am rechten Rand der Homepage.

Die Zukunftsfähigkeit Radevormwald wird aufs Spiel gesetzt!

gelbe AmpelRadevormwald ist derzeit noch in der glücklichen Lage – anders als Hückeswagen – einige Handlungsmöglichkeiten zu besitzen. Aber die Situation ist keineswegs komfortabel. Zum Schuljahr 2016/17 verlassen noch einmal 186 Kinder die Radevormwalder Grundschulen. Danach werden die Zahlen deutlich kleiner werden.
Insofern besitzen wir in für dieses Schuljahr noch einmal eine Chance, eine nachhaltige Lösung zur Gestaltung der weiterführenden Schullandschaft in Radevormwald zu finden.     Für uns kann die Nachhaltigkeit bei der Neugestaltung des weiterführenden Bildungsangebotes nur durch eine Gesamtschule gesichert werden. Gesamtschulen sind in den Augen der Eltern sehr attraktiv. Deshalb besitzen sie eine Sogwirkung. Diese Sogwirkung kann die Gemeinde für sich nutzen, die heute handelt und nicht noch weiter abwartet. Handelt Radevormwald jetzt nicht, könnte es nicht nur mögliche einpendelnde Schüler aus den Nachbarstädten verlieren, sondern auch die Chance, sich selbstständig für eine Gesamtschule entscheiden zu können. Denn heute ist das Gesamtschulangebot in der Umgebung von Radevormwald noch ein „weißer Fleck“. Wird dieser weiße Fleck durch Schulgründung in der Nachbarschaft gefüllt, verlieren wir nicht nur Kinder, sondern möglicherweise auch die Genehmigungsfähigkeit einer eigenen Gesamtschulgründung.

Gelbe AmpelDeswegen bedauern wir, dass die beiden „großen Parteien“ der Mut gefehlt hat, diese Chance heute zu ergreifen und eine nachhaltige Lösung anzustreben. Ob das Gymnasium durch die Gründung einer Sekundarschule gesichert werden kann, ist keineswegs selbstverständlich. Dadurch kann zwar die Zahl der Schulwechseler am Ende des 10. Schuljahres für das THG theoretisch gesichert werden. Ob dies aber ausreicht, bleibt offen. Eine Sogwirkung wird eine solche Lösung nicht besitzen. Und vielleicht ist dann, wenn auch CDU und SPD erkennen, dass ihre Lösung nicht langfristig tragfähig ist, das Zeitfenster für eine Gesamtschullösung geschlossen.

Ein noch traurigeres Bild bietet allerdings die kleine FDP-Fraktion. Zunächst wollte sie die Zeichen der Zeit in Form der sinkenden Kinderzahlen gar nicht verstehen und forderte unverdrossen die Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems. Nun ist sie umgeschwenkt und möchte die „Realschule plus“ in Radevormwald als Schulversuch durchführen. Die „Realschule plus“ ist eine Schulform, die in Rheinland-Pfalz eingeführt wurde. Übrigens ohne Beteiligung der Eltern, wie in NRW, sondern durch Beschluss der Landesregierung! Wer in Wikipedia nachschlägt, wird schnell erkennen, es handelt sich um die Schulform, die in NRW Sekundarschule genannt wird!
Die FDP behauptet, dass die Eltern verunsichert seien. Bezogen auf die Gesamtschule sind sie das sicherlich nicht! Aber warum sollten sie die Zusammenlegung von Haupt- und Realschule weniger verunsichern, wenn die dann entstehende Schule Realschule plus heißt. Hier wird wohl sehr auf die Oberflächlichkeit der Eltern gesetzt. Schade, dass die Bürger in ihrem Urteilsvermögen so unterschätzt werden! Schlimmer aber ist, die FDP hausiert mit einer Variante, die es in NRW nicht gibt. Sie beruft sich dabei auf die Möglichkeit eines Schulversuchs. Das Schulgesetz bestimmt aber eindeutig in § 25 (4):  

„Schulversuche, Versuchsschulen und Modellvorhaben bedürfen der Genehmigung des Ministeriums. Dabei werden Inhalt, Ziel, Durchführung und Dauer in einem Programm festgelegt.“

Schulversuche dienen, so sagt es das Gesetz außerdem, der Weiterentwicklung bzw. der Erprobung neuer Formen des Schulsystems. Das bedeutet aber, die FDP fordert nicht nur etwas, über das bestenfalls in Düsseldorf entschieden werden könnte, sondern sie fordert etwas, was nach Schulgesetz nicht durchführbar ist. Die Realschule plus ist eben nichts Neues, nichts was der Weiterentwicklung des Schulsystems dient, sondern ist etwas,  das NRW in Form der Sekundarschule bietet, nur unter einem anderen Namen. Sollte die FDP also nur deshalb etwas nicht Machbares fordern, weil sie eigentlich am bisherigen System nichts ändern möchte?

Nur das alte System ist heute schon nicht mehr vorhanden. Die Hauptschule wird nicht weiter existieren, auch wenn der formale Schließungsbeschluss noch fehlt. Glaubt die FDP ernsthaft, dass die Eltern ihr Kind wieder an einer Hauptschule anmelden würden? Uns ist keine Gemeinde bekannt, bei der ein solches Verfahren gelungen ist. Das wäre auch etwa so, als wenn man dafür werben würde, auf den Sieg eines schon einmal angezählten Boxers zu wetten! Schade, dass bei einer solch wichtigen Entscheidung zwei Stimmen so sinnlos verschwendet werden! Aber bis zum Schulausschuss und bis zur Ratssitzung ist ja noch etwas Zeit, vielleicht kommen die beiden „Powerfrauen“ (FDP-Selbsteinschätzung) ja doch noch zu tiefer gehenden Einsichten.

 

Wenn Sie sich noch etwas näher für die Position der Alternativen Liste Radevormwald zu der Frage der Weiterentwicklung des weiterführenden Schulangebotes interessieren, sehen und hören Sie unsere abschließende Bewertung des Komplan-Papieres auf youtube.

 

Die Diskussion um die Entwicklung der Schullandschaft sollte öffentlich geführt werden!

Schulzentrum RadevormwaldMorgen, am 19. Jan. 2015, tagt der Schulausschuss ab 17:00 Uhr im Mehrzweckraum des Bürgerhauses mit dem Schwerpunktthema der Entwicklung des weiterführenden Schulangebotes in Radevormwald. Dabei wird der Ausschuss morgen aber keine Entscheidungen treffen, sodass die Diskussion fortgeführt wird und werden muss. Diese Diskussion, die sich vor allem auf die Aussagen der Fa. Komplan stützt, wird derzeit vor allem in den Fraktionen geführt.

Schon eine fraktionsübergreifende Diskussion findet bestenfalls auf persönlicher Ebene statt. Das bedauern wir sehr. Es handelt sich bei diesem Thema um eine sehr langfristige Weichenstellung, die nicht alle fünf Jahre neu getroffen werden kann. Insofern berührt sie alle Bürger in Radevormwald und nicht nur die Radevormwalder Eltern.
Mit der Entscheidung über das Schulangebot in Radevormwald wird die Frage nach dem Selbstverständnis und der Zukunft unserer Stadt gestellt! Wir halten es deshalb für notwendig, dass die Diskussion stärker in die Öffentlichkeit getragen wird! Deshalb haben wir uns entschlossen, die Gedanken der Fraktion der Alternativen Liste in einer "Vortragsreihe" zu veröffentlichen.

Der erste Teil unserer Stellungnahme beschäftigt sich mit der Frage, was zeichnet das „Gutachten“ der Fa. Komplan aus und welche Folgen bewirkt die von Komplan vorgeschlagene „Lösung“ in der Schullandschaft des Nordkreises. Zum Schluss unterbreiten wir einen Gegenvorschlag. Der ist aber bitte nicht so zu verstehen, dass dies das von der AL favorisierte Modell ist. Wir können uns mehrere Modelle vorstellen und werden in einer noch zu erarbeitenden abschließenden Betrachtung die möglichen Modelle bewerten.
Deshalb würden wir uns freuen, wenn Sie sich über Kommentare, Mails oder andere Formen der Rückmeldung an der Diskussion beteiligen würden! Herzlichen Dank!
Unsere Stellungnahme in der Form eines PowerPoint-Vortrages finden Sie auf youtube hier!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun ist auch der 2. Teil unserer Bewertung des "Komplan-Papieres" fertig gestellt. Diese Präsentation beschäftigt sich mit den von Komplan abgelehnten Sekundarschulvarianten. Außerdem untersuchen wir weitere Gesamtschulmodelle, die Komplan erst gar nicht vorgestellt hat!

Den zweiten Teil unseres PowerPoint-Vortrages finden  Sie hier auf youtube!

 

Die Vorstellung der Komplanpläne aus dem Schulausschuss aus der Sicht eines Zuhörers

copyrihgt: lemmling, openclipart.org Unser sachkundiger Bürger im Ausschuss für Kultur, Verkehr und Tourismus Felix Staratschek hat die Vorstellung der "Ideen" der Fa. Komplan zur Umgestaltung des weiterführenden Schulangebotes in Radevormwald angehört. Die Bürgerinnen und Bürger, die am 24. Nov. in den Schulausschuss gekommen waren, konnten aber nicht unmittelbar zu den Ausführungen Fragen stellen oder gar Kommentare abgeben. Herr Staratschek hat seine ersten Eindrücke von dieser Vorstellung im nachfolgenden Text zusammen gefasst!

 

 

 

 

"Guten Abend!
Ich möchte Sie heute über die Möglichkeiten des Lottospielens informieren.
Denn wenn Sie Lotto Spielen, haben Sie Chancen.

Wie gesagt, ich bin Planer, ich erarbeite nur Chancen, was passiert, kann ich nicht garantieren."

Nun, wer würde für diesen Rat Geld ausgeben?
Niemand?
Doch, die Stadt Radevormwald tut es, nur dass es nicht um Lotto geht, sondern um unsere Schulen. Denn so ähnlich hörten sich die Aussagen eines Herrn Bieber an, der kräftig am Stamm unseres Schulbaumes nagt.
Ich fühlte mich stellenweise im Schulausschuss am 24.11.14 an die Quacksalber erinnert, die in manchen Westernfilmen ihre Wundermittel anpreisen.
Ich halte schon die Grundannahmen dieses Planers  von der Fa. Komplan für so falsch, dass man dessen Aussagen m.E. komplett vergessen kann: Denn er redet von einer Oberstufe in Hückeswagen, die so gerade mit den heutigen Schülerzahlen noch so eben machbar wäre.
Und dass kann nicht gut gehen, weil die nicht vorhanden Kinder, die heute nicht zur Schule gehen morgen selber keine Kinder bekommen und bisher kein Ende beim Schülerrückgang in Sicht ist.
Stillschweigend nimmt der Planer an, dass die Geburtenrate sofort deutlich auf weit über 2,1 Kinder pro Frau steigt (real 1,4), anders können dessen Planungen nicht eintreten.
Nagender BiberStatt also die Chance zu packen und eine Gesamtschule für Radevormwald zu schaffen, werden die Chancen verspielt, die eine Gesamtschule für Rade hat. Und statt jetzt Strukturen neu zu schaffen, die langfristig nicht überlebensfähig sind - was eine enorme Verschwendung an Geld und Ressourcen mit sich brächte - sollte man das Schulzentrum in Rade nutzen, hier eine gute Gesamtschule aufzubauen, wobei diese eine gemeinsame Oberstufe mit dem THG anbieten könnte.
Die Gesamtschule könnte z.B. eine eigene Klasse 11 anbieten, wo der Lernstand dem Gymnasium angeglichen wird und dann die SchülerInnen in die 11 und 12 des Gymnasiums einbringen. Sollte die demographische Entwicklung das THG gefährden, böte die Gesamtschule die Sicherheit, dass Radevormwald eine Oberstufe behalten kann. Mit einer Oberstufe in Hückeswagen, dürfte eine Kooperation nicht nur von der Geographie her schwer möglich sein, auch die Demographie würde eine Oberstufe in Hückeswagen lange vor dem THG zum scheitern bringen. Die Aussage, dass die Bezirksregierung eine Oberstufe an einer Gesamtschule in Radevormwald nicht erlaubt, teile ich nicht, da ich nicht erkannt habe, dass der Bezirksregierung die Fakten richtig dargestellt wurden. Ich glaube nicht, dass die Bezirksregierung einer Totgeburt in Hückeswagen zustimmen würde, die vor ihrem ableben noch zerstörerisch das gewachsene Schulsystem im Obergischen durcheinander wirft. In Radevormwald wäre eine Kooperation Gesamtschule und Gymnasium möglich und langfristig gäbe es die Chance der Fusion beider Schulen, wenn die Schülerzahlen weiter sinken. Die getätigten Investitionen können also langfristig genutzt werden. Bevor die Gesamtschul- Oberstufe in Hückeswagen scheitert, wird diese um Schüler in Wipperfürth werben, die bisher nach Marienheide fahren. Das könnte der dortigen Gesamtschule den Todesstoß geben. Und sollte Wipperfürth eine Gesamtschule gründen, würde das ebenfalls in Hückeswagen die Oberstufe gefährden. Auf eine Maßnahme, die mit so großen Risiken verbunden ist, sollten wir verzichten.
Damit für Schüler aus Hückeswagen der Schulstandort Rade attraktiv ist, muss die Buslinie 339 statt zum Busbahnhof zum Schulzentrum fahren und das Angebot besser werden (mindestens stündliche Anrufbusse bis 23 Uhr). http://www.ovaginfo.de/fileadmin/Minifahrplaene/b_Linie_339.pdf
 

Szenarien zur Weiterentwicklung der Radevormwalder Schullandschaft

copyright: R. EbbinghausAm Montag, den 27. Okt. 2014, unterrichtete die Fa. Komplan Vertreter der Gemeinden Wipperfürth, Hückeswagen und Radevormwald über ihre strategischen Überlegungen zur Gestaltung der Schullandschaft in diesen drei Gemeinden für den Bereich der Sekundarstufe und der Förderschulen. Die Fraktion der Alternativen Liste hat die Ausführungen noch nicht beraten. Deshalb geht es an dieser Stelle zunächst vorrangig um die Information der Öffentlichkeit.

Die am Ende folgende kurze kritische Betrachtung der Ausführungen der Fa. Komplan gibt insofern ausdrücklich die persönliche Einschätzung des Autors wieder und stellt keine "Fraktionsmeinung" dar!

Das von Komplan vorgestellte Papier ist kein Schulentwicklungsplan! Es handelt sich eher um die Darstellung strategischer Überlegungen, die sich ein wenig anlehnen an die Szenario Methode. Das Papier kann von der Homepage der Stadt heruntergeladen werden.

 

 

Komplan liefert kein Zahlengerüst, sondern beschränkt sich auf wenige Durchschnittswerte. So geht Komplan davon aus, dass in Wipperfürth durchschnittlich 203 Kinder in die Sekundarstufe wechseln, in Hückeswagen 118 und in Radevormwald 173.
Die von Komplan vorgestellten 3 betrachteten Szenarien sind dann:

1. Status quo (soll heißen, keine Stadt verändert ihr derzeitiges Konzept)

2. Sekundarschule in beiden Städten oder mit der Untervariante einer Verbundsekundarschule, die aber in beiden Städten einen Schulstandort unterhält,

3. Gesamtschule im Verbund in vertikaler Gliederung.
 

Zu 1:  In Radevormwald läuft die Hauptschule aus. Mit dem gleichen Prozess muss in Hückeswagen gerechnet werden. Deshalb geht Komplan davon aus, dass die verbleibenden Realschulen in ihrem pädagogischen Profil gefährdet sind und letztlich auch nicht gehalten werden können. Am Ende eines Veränderungsprozesses könnten dann in Wipperfürth und in Radevormwald die Gymnasien übrig bleiben, die aber dann faktisch den Charakter einer Gesamtschule besitzen würden. Hückeswagen verliert die Sekundarstufe I in diesem Zusammenhang vollständig. Komplan rät dringend davon ab, dieses Szenario zu wählen.

Zu 2: Radevormwald und Hückeswagen unternehmen einen 2. Anlauf zur Errichtung einer Sekundarschule. Das könnten sie getrennt voneinander tun. Dann müssten sich aber jeweils 75 Eltern für diese Schulform in beiden Städten entscheiden. Insbesondere in Hückeswagen könnte dies schwierig werden, weil dort durchschnittlich nur 118 Kinder zur Sekundarstufe I wechseln, wovon traditionell ca. 40 bis 45 Kinder ein Gymnasium in Wipperfürth besuchen. Besser wäre – so Komplan - die Variante der interkommunalen Zusammenarbeit in Form einer Verbundschule. Dann müssten am Hauptstandort 75 Kinder angemeldet werden, am Nebenstandort aber nur 50. Nach Lage der Dinge könnte der Hauptstandort nur Radevormwald sein. Ein weitere Variante in Form einer Verbundsekundarschule zweier Gemeinden mit nur einem Standort mochte die Fa. Komplan nicht betrachten. Denn auch diese Variante könnte dazu führen, dass Hückeswagen in näherer Zukunft keine Sekundarstufenschule mehr besitzt. Die Fa. Komplan betrachtet das Szenario eines zweiten Anlaufs für eine Sekundarschule sehr kritisch, weil diese Schulform mit dem ersten Scheitern belastet ist und darüber hinaus offensichtlich von den Eltern weniger akzeptiert würde.

Bild Realschule mit Veränderung in GesamtschuleZu 3.: Hückeswagen und Radevormwald gründen eine Verbundgesamtschule. An beiden Standorten müssen im Jahr der Errichtung 75 Kinder angemeldet werden (Ausnahmeregelung der Bezirksregierung!). Um keine Konkurrenz zu dem bestehenden Gymnasium zu schaffen, soll die gymnasiale Oberstufe in Hückeswagen angesiedelt werden. Damit ist Hückeswagen der Hauptstandort und dort befindet sich dann auch erfahrungsgemäß die Schulleitung. Das Problem des mangelnden öffentlichen Nahverkehrs wirke sich dabei – so Komplan - nicht weiter negativ aus, weil die Schüler zunächst in ihren jeweiligen Städten blieben. Die Fa. Komplan empfiehlt den drei Städten, diese dritte Möglichkeit umzusetzen.
Die Varianten 2 und 3 gehen immer davon aus, dass die bestehenden Haupt- und Realschulen in Hückeswagen und Radevormwald aufgelöst werden. Wipperfürth fällt in dem gesamten Szenario eher eine Zuschauerrolle zu, die aber insbesondere in Variante 3 wichtig ist, weil Wipperfürth die Gründung einer Gesamtschule in Hückeswagen nicht als Abwerbung der Schüler verstehen soll, die bislang zu Wipperfürther Gymnasien gewechselt sind.


Erste persönliche Wertung


Die Einschätzung, dass eine Gesamtschule bei den Eltern eher Anklang finden könnte, als eine Sekundarschule ist nachvollziehbar. Der Pferdefuß der Lösung 3 stellt die gymnasiale Oberstufe dar. Lässt man einmal das private sogenannte berufliche Gymnasium in Hückeswagen außer Acht, gibt es in den drei Städten derzeit drei gymnasiale Oberstufen. Nach Umsetzung des Plans 3 wären es vier! Das bedeutet, es müssen bei insgesamt sinkenden Schülerzahlen mehr Kinder Abitur machen. Ob dies allein durch das Angebot einer Gesamtschule gelingen kann, ist noch fraglich.

Am Ende der Sek. I besitzen Eltern und Schüler ein Wahlrecht. Würden sie in beträchtlichem Maße für die eigene Gesamtschule und damit für Hückeswagen votieren, fehlen dem THG die dringend benötigten Übergänger. Das THG ist dann vom Kopf her bedroht. Geschieht das aber nicht, weil die Eltern den Kindern keinen Unterricht in Hückeswagen zumuten möchten, könnte die gymnasiale Oberstufe in Hückeswagen zu klein sein!
Dieses Modell hat vor allem für Hückeswagen den Charme, dass sich die Stadt aus einer großen Verlegenheit befreien könnte. Hückeswagen behält ein volles Schulangebot, ja kann es sogar noch ausbauen! Unser Bürgermeister kommentierte das wie folgt:
Es gibt bei den Szenarien zwar keine win-win-Situation, aber wir müssen doch vermeiden, dass es einen eindeutigen Verlierer gibt.

Nur ist diese Lösung auch aus Radevormwalder Sicht tragfähig? Was ist, wenn das Radevormwald Gymnasium sich aufgrund der Konkurrenzsituation in der eigenen Stadt und der Nachbarstadt Remscheid nicht halten kann? Das Schulangebot in Radevormwald würde sich verringern, weil wir keine gymnasiale Oberstufe mehr innerhalb der Stadtgrenzen anbieten könnten. Schlimmer noch, zu eine Verbesserung dieser Situation sind wir aus eigener Kraft dann nicht mehr fähig!

Ein rabenschwarzer Tag für Radevormwald

Das Ende der Sekundarstufe in RadevormwaldStatt einer mutigen zukunftsorientierten Weichenstellung wurde die Bildung in Radevormwald auf das Abstellgleis gefahren!

 

Herr Krämer-Mandeau von der Firma biregio, Bonn, stellte zu Beginn der Sitzung des Schulausschusses am 02. Juli fest, dass Radevormwald das Zeitfenster für eine eigenständige Lösung der Gestaltung der Bildungslandschaft in Radevormwald verpasst habe. Er appellierte eindringlich an die Mitglieder, dass bei abnehmenden Schülerzahlen eine eigenständige Lösung immer schwieriger werde und ein „Zusammenarbeiten von Verwaltung, Politik, Eltern und Lehrern“ erfordere, weil sonst eine Lösung nicht zu schaffen sei. Dieser Appell war jedoch vergebens. Der Ausschuss entschied sich mit einer Ein-Stimmen-Mehrheit, die durch Pro NRW gestellt wurde, dafür, erst einmal einen weiteren Untersuchungsauftrag zu vergeben, der die Gestaltungsmöglichkeiten im Nordkreis erkunden sollte!

Auch die Fa. biregio, Bonn, für die Herr Krämer-Mandeau arbeitet und die den Schulentwicklungsplan 2011 aufgestellt hatte, sah größere Chancen für die Errichtung einer Sekundarschule bei der Zusammenarbeit zweier Städte. Dabei wurde aber deutlich, dass dies dann gilt, wenn z. B. auch Hückeswagener Eltern ihre Kinder an einer Rader Sekundarschule anmelden würden. Dadurch könnte die Zahl der notwendigen Anmeldungen von 75 Kindern leichter erreicht werden. Das bedeutet aber auch, dass nicht selbstverständlich eine Filiale dieser Schule in Hückeswagen entstehen könnte. Auf die Frage der AL, ob dem Hückeswagener Bürgermeister dieser Sachverhalt bekannt wäre, antwortete der Bürgermeister, dass man sich zunächst nur darüber verständigt habe, möglicherweise bei der Weiterentwicklung der Sekundarstufe zusammenarbeiten zu können. Einzelheiten seien dabei nicht besprochen worden.

 

Der Verlauf dieser ersten Sitzung des neuen Schulausschusses war durch viele Besonderheiten geprägt. Zur Entscheidung standen zunächst 3 Beschlussentwürfe:

WeicheWer nun erwarten würde, dass die Verwaltung nur ihren eigenen Vorschlag begründet, sah sich getäuscht. Der Bürgermeister sprach sowohl zum Verwaltungsvorschlag als auch zu dem FDP-Vorschlag und stellte diese beiden als gleichwertig dar. Beide besäßen Vor- und Nachteile! Eine Begründung, warum sich die Verwaltung in dieser Situation für eine eigenständige Lösung in Form der Wiederholung der Beantragung der Sekundarschule entschlossen hatte, hörte man jedoch nicht! Die CDU brachte eine Variante des FDP-Vorschlages zunächst mündlich ein und wurde aufgeforderte eine Schriftform bis zur Abstimmung nachzureichen.
Diese Schriftform bekam nur der Vorsitzende zu Gesicht! Natürlich kein Problem. Nur der AL-Antrag, der in Schriftform vor den Fraktionsberatungen am Montag an die Fraktionen gegangen war, ist nach Auffassung des Bürgermeisters viel zu spät eingegangen.

 

Die von CDU und FDP bevorzugte Lösung der Erkundung einer „gemeinsamen Nordkreislösung“ besitzt nach Auffassung der AL viele Nachteile.

Wer von einer gemeinsamen Nordkreislösung „träumt“, muss sich auch einmal mit den unterschiedlichen Ausgangssituationen dieser drei Städte befassen. Dabei wird schnell sichtbar, dass der Vorrat an Gemeinsamkeiten sehr klein ist. Wipperfürth besitzt zwei Gymnasien, die es behalten möchte und die es zu füllen gilt. Dabei war es in der Vergangenheit und erst recht in der Zukunft auf Hückeswagener Kinder angewiesen. Die Inklusion ist in Wipperfürth im Vergleich mit den beiden Nachbarstädten schon weit vorangeschritten, sodass die Sicherung von Förderschulen dort kaum einen Stellenwert besitzt.

In Hückeswagen verlassen weniger Kinder als in Radevormwald die Grundschulen und es besitzt kein Gymnasium. Hückeswagen verliert also immer Kinder an Wipperfürth und Radevormwald. Es ist deshalb gar nicht in der Lage, eine eigene Struktur im Bereich der Sekundarstufe neu aufzubauen! Das Hückeswagener Interesse könnte folglich darin bestehen, das „Aus“ der eigenen Schullandschaft noch ein wenig herauszuzögern. Das gilt sowohl für die Haupt- und Realschule als auch für die dort „relativ große“ Förderschule.
Die Zahl der Grundschulkinder in Radevormwald ist in diesem und in den nächsten zwei Schuljahren noch so groß, dass eine eigenständige Lösung theoretisch denkbar wäre, aber eben nur, wenn alle Kräfte an einem Strick ziehen! Das ist leider in der Vergangenheit nicht der Fall gewesen und heute noch weniger, da nicht einmal mehr die Politik eine gemeinsame Lösung anstrebt. Außerdem wird der Schutz der Förderschule als zwingend notwendig betrachtet!

 

Eine Schnittmenge gibt es also kaum. Die Verkehrsanbindungen der drei Städte untereinander sind so gut wie gar nicht vorhanden. Folglich müsste man diese Idee eher als tot geborenes Kind betrachten. Aber nein, diese Idee wird in den Köpfen, auch mit Unterstützung der Verwaltung, warm gehalten. Denn sie verschafft Zeit! Besser sie verschwendet die Zeit, die wir für eine eigenständige Lösung dringend bräuchten. Denn letztlich könnte das Ziel von CDU und FDP in Gemeinschaft mit dem Bürgermeister darin bestehen, gar nichts zu verändern! Kinder mit Hauptschulempfehlungen aus Radevormwald mögen (vorübergehend) die Hückeswagener Hauptschule sichern, gleichzeitig glaubt man dadurch auch an der hiesigen Struktur nichts mehr ändern zu müssen! Klar, dass bei derartigen Überlegungen ein Institut wie biregio, das immer auch deutliche Worte fand, störend ist. Deshalb wechseln wir auch den Gutachter, damit dieser aus den Zahlen die Schlussfolgerungen zieht, die die Mehrheit hören möchte!!!

AbstellgleisBemerkenswert an der Entscheidung des Schulausschusses war auch die Tatsache, dass sich SPD, UWG und Grüne ihrer Stimme enthielten. Ein Signal, dass von den anwesenden Eltern gar nicht verstanden wurde! Das auch nicht verständlich ist, weil doch die SPD sich zuvor völlig klar für den eigenständigen Weg in Form des Verwaltungsvorschlages ausgesprochen hatte. Dieses Verhalten wird dann aber ein wenig verständlicher, wenn man weiß, dass der Bürgermeister in der Beratungspause zur Verwirrung der Ausschussmitglieder beitrug, in dem er die Nordkreislösung im „Zweiergespräch“ bevorzugte!!!

 

Nur die Welt dreht sich deshalb trotzdem weiter! Der Trent, dass immer weniger Kinder die Hauptschule besuchen werden, kann dadurch nicht aufgehalten werden. Eine Partnerschaft mit der Hückeswagener Hauptschule ist aus der Sicht der Wupperorte gar nicht akzeptabel! Entscheidet sich Remscheid für eine 3. Gesamtschule in Lennep, dann wird das allmähliche Ausbluten der Radevormwalder Sekundarschulen beschleunigt werden! Schon in wenigen Jahren werden wir uns in der Situation wieder finden, in der sich Hückeswagen schon heute befindet. Wir werden dem Ende eines eigenständigen Sekundarschulwesens in unserer Stadt ins Auge blicken müssen, ohne aus eigener Kraft daran noch etwas ändern zu können!

Deshalb war die Entscheidung des Schulausschusses für die zukünftige Entwicklung der Stadt so fatal!

Wie soll es weitergehen???

SchulwolkeDer Rat und die Verwaltung haben seit dem Sommer 2012 versucht, für das kommende Schuljahr 2014/15 eine Sekundarschule zu gründen. Dieser Plan ist gescheitert, weil sich nicht genug Eltern fanden, die sich für diesen Schultyp entschieden hatten.

Dennoch, die Schülerzahlen gehen weiter zurück. Es gibt nicht mehr genug Kinder, um 3 Schulformen erhalten zu können. Auf der Hauptschule wurden schon dieses Jahr zu´wenig Kinder angemeldet, sodass die Schule in den nächsten 5 Jahren auslaufen wird!

Wir haben, die Einführung einer neuen Schulform nie als reinen Verwaltungsakt betrachtet. Deshalb haben wir während des gesamten Prozesses immer wieder gefordert, möglichst viele beteiligten Personengruppen, wie Eltern, Lehrerkollegien und städtische Beschäftigte in den Prozess einzubinden. Leider vergeblich!

Die Stadt Radevormwald benötigt ein von der Mehrheit der Bevölkerung befürwortetes Schulkonzept. Dazu müssen Politik und Verwaltung mit allen Beteiligten in eine ergebnisoffene Diskussion eintreten. Die Probleme, für die Entwicklung eines solchen Schulkonzeptes sind aber recht schwierig, wenn man nicht in pauschale Argumente verfallen möchte. Deshalb eignet sich nach unserer Auffassung dieses Thema nicht für den Wahlkampf!

Wir wollen aber heute schon Ihre Meinung kennenlernen! Sagen Sie uns, wie sie sich die zukünftige Schullandschaft in Radevormwald vorstellen.

Hier kurz einige Erläuterungen zu den Wahlmöglichkeiten:

Realschule und Gymnasium: In diesem Fall müssten die Schüler mit einer Hauptschulempfehlung in den Nachbarstädten Hückeswagen oder RS-Lennep unterrichtet werden. Wenn viele Schüler auch anderer Schulformen auspendeln, könnte es auch schnell für die Realschule eng werden. Das ist von den hier angebotenen Lösungen die Einzige, die nicht sicherstellen kann, dass alle Kinder in Radevormwald unterrichtet werden!

Gymnasium und Verbundgesamtschule mit Hückeswagen: Für diesen Fall bräuchte jeder Stadtort 75 Kinder, die die Verbundgesamtschule besuchen. Eine Gesamtschule besitzt aber eine gymnasiale Oberstufe, sodass nach 6 Jahren diese Schule in Konkurrenz zum bestehenden Gymnasium tritt.

Gymnasium und Sekundarschule: Alle Kinder könnten in Radevormwald unterrichtet werden, wenn sich eine genügend große Zahl von Eltern finden würde, die sich für diese Schulform entscheiden würden. Das ist dieses Mal nicht gelungen, muss aber ja nicht bedeuten, dass es zu einem späteren Zeitpunkt nicht doch gelingen würde! Die Realschule würde dann auslaufen.

Gesamtschule: Es gibt in Radevormwald dann nur noch ein Sekundarschulangebot, allerdings für alle Kinder! Das Gymnasium und die Realschule würden dann zugunsten der Gesamtschule aufgelöst. Diese Schule wäre aber ausreichend groß genug um Leistungsgruppen und Neigungskurse anbieten zu können.

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns Ihre Meinung sagen würden. Ihre Stimme können Sie hier abgeben!

 

Da haben wir den Salat!

Große Verunsicherung von Eltern und Lehrern, weil die Stadt die neue Schulform nicht aktiv genug beworben hat!

Der Rat hatte in seiner Dezembersitzung 2012 beschlossen, eine Sekundarschule zu errichten, die an die Stelle der auslaufenden Haupt- und Realschule treten soll. Zu dieser Überzeugung kamen alle Fraktionen nach dem sie die Schülerentwicklungsprognose der Firma Beregio kennen gelernt hatten. Danach sind in kurzer Zeit mit nur 165 Schülerinnen und Schülern aus Radevormwald zu rechnen, die eine weiterführende Schule in Radevormwald besuchen werden. Entscheiden sich davon 80 - 90 Eltern für das Theodor-Heuss-Gymnasium bleiben gerade noch so viele Kinder über, um eine Sekundarschule fortführen zu können (mindestens 75 Kinder im 5. Schuljahr aus der eigenen Stadt!). Theoretisch bestand zu diesem Plan nur eine Alternative: die Gründung einer Gesamtschule und damit die vollständige Aufgabe aller bisherigen weiterführenden Schulformen. Denn zur Gründung einer Gesamtschule werden mindestens 100 Kinder in der Eingangsklasse benötigt. Bei 165 Kindern insgesamt wäre jede andere Schulform dann an zu wenigen Kindern gescheitert.

Sekundarschule - abgelehntWir hätten uns eine umfassende Neuordnung des gegliederten Schulsystems in Radevormwald vorstellen können. Wir waren uns aber bewusst, dass der vollständige Abschied vom gegliederten Schulsystem für Radevormwald zu früh gekommen wäre und keine Mehrheit gefunden hätte!
Aber gerade deshalb war uns auch bewusst, dass die Sekundarschule kein Selbstläufer sein wird! Deshalb haben wir im Rat und im Schulausschuss mehrfach gefordert und beantragt, dass die Kollegien und Eltern frühzeitig informiert und deren Wille in den Entscheidungsprozess einbezogen werden sollten.
Leider folgten die übrigen Fraktionen der Argumentation des Bürgermeisters. Dieser argumentierte formalistisch. Über ein noch nicht feststehendes pädagogisches Konzept könnten die LehrerInnen und Eltern nicht unterrichtet werden. Denn zuvor sollte ein Arbeitskreis über die Form der Sekundarschule entscheiden. Die Sekundarschule ist aber so neu und erzeugt so viel Unsicherheit, dass völlig unabhängig von der Form der Sekundarschule (kooperativ, teilintegriert, integriert) eine Information aller Beteiligten möglich, ja notwendig gewesen wäre. Ja, ein solches Konzept hätte auch ein Stimmungsbild vonseiten der LehrerInnen und Eltern geben können, zu welcher Form sie tendierten. Denn eines ist völlig sicher: Die Schule kann nicht ohne den persönlichen Einsatz der LehrerInnen und dem Vertrauen der Eltern in diese neue Schulform gegründet werden.
Nun hat die Schulkonferenz und die Schulpflegschaft der Realschule die Gründung der neuen Sekundarschule vorläufig abgelehnt! Und damit haben wir jetzt den Salat!
Und wie reagiert nun unser Bürgermeister? Nach Beratungen mit der Bezirksregierung möchte er, dass sich der Rat in seiner Sitzung am 18. Juni nicht nur für die Sekundarschule in teilintegrierter Form ausspricht, sondern fordert, dass dieser Beschluss mit „der Anordnung einer sofortigen Vollstreckung“ verbunden wird. Das ist der ungünstigste Weg mit der vorhandenen Verunsicherung umzugehen. Sie führt bei den LehrerInnen nicht zu Motivation den Veränderungsprozess zu tragen und zu gestalten und schafft bei den Eltern kein Vertrauen!

Dabei könnte der Wandel durchaus ein Neuanfang zu etwas Besserem sein! Im internationalen Vergleich wird deutlich, dass das deutsche, gegliederte Schulsystem den eingliedrigen Systemen z. B. der Skandinavier unterlegen ist. Das belegen die OECD-Studien (PISA Tests) ziemlich deutlich. Die OECD-Studien zeigen ebenso deutlich, dass der Bildungserfolg eines  Kindes in der Bundesrepublik in besonders starkem Maße (wie in keinem anderen Land der Welt) von der sozialen Stellung der Eltern des Kindes abhängig ist. Es wird aber wohl niemand die Behauptung aufstellen wollen, die Begabung von Kindern sei abhängig von der sozialen Stellung der Eltern. Sondern es ist vielmehr so, dass das gegliederte Schulsystem weniger gut zu individueller Förderung fähig ist, weil immer der „Ausweg der Selektion“ vorhanden ist!

Liebe Eltern, der Bildungserfolg ihrer Kinder hängt nicht von einer frühzeitigen Sortierung der Kinder in Schulformen ab! Sitzenbleiben und die Zahl der Wiederholer sind kein Qualitätskriterium für Bildung! Der iwd veröffentlichte am 23.5.13 folgende Zahlen: In Bayern müssen im Schuljahr 2011 in den ersten 10 Schuljahren 29,4 % aller SchülerInnen ein Schuljahr wiederholen. In Sachsen, das Bayern in den Qualitätsvergleichstest inzwischen überholt hat, sind es aber nur 12,4 % und in Baden-Württemberg, das ebenfalls zu den Spitzenländern in den Vergleichstest zählt, sind es gar nur 10,9 %. Auch diese Zahlen belegen: Nicht das Aussortieren steigert zwangsläufig die Qualität der Bildung. Vielmehr ist es wichtig, die Kinder möglichst individuell zu fördern. Das kann in einem integrierten System möglicherweise besser gelingen!
Deshalb bitten wir sie, lassen Sie sich bei der Entscheidung für die Auswahl der Schule nicht verunsichern! Betrachten auch sie die neue Schulform als Chance zu einem leistungsfähigeren Bildungssystem. Aber auch als Chance, dass auch zukünftig fast alle Radevormwalder Schüler ortsnah unterrichtet werden können!

 

Linkempfehlung:

http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Sekundarschule/index.html

Einladung an die Öffentlichkeit zur Diskussion über die neue Schulform "Sekundarschule"

In seiner Dezembersitzung beschloss der Rat der Stadt die Errichtung einer Sekundarschule, die ab dem Schuljahr 2014/2015 schrittweise Haupt- und Realschule ersetzen soll. Diese beiden Schulen nehmen dann keine Kinder mehr auf und führen die eingeschulten Schülerinnen und Schüler zum Schulabschluss. Das bedeutet, dass im Sommer 2020 diese Schulen "forma"l geschlossen würden.

Der Gesetzgeber lässt aber zur Gründung der Schulform „Sekundarschule“ mehrere unterschiedliche Formen zu. Für alle Formen gilt aber gemeinsam,

Ab dem 7. Schuljahr kann dann die Schule integriert, teilintegriert oder kooperativ geführt werden. Über die Form entscheidet der Stadtrat, der aber eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen hat, die die Einführung der Schule vorbereiten und auch für diese wichtige Entscheidung einen Vorschlag unterbreiten soll.

Nach den Vorstellungen der AL wäre es notwendig gewesen, an dieser Arbeitsgruppe alle an Schule arbeitenden Gruppen zu beteiligen. Gleichzeitig sollten auch schon die Eltern über die neue Schulform informiert werden. Leider hat sich die Ratsmehrheit einmal mehr nicht für eine bürgernahe Politik in Radevormwald entscheiden können.

Dennoch soll jetzt das Ergebnis der Beratung der Arbeitsgruppe auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden und es besteht für Lehrerinnen, Lehrer, Eltern und alle Interessierten die Möglichkeit nicht nur Informationen aus erster Hand zu erhalten, sondern auch Fragen an die Moderatorin – die die Arbeitsgruppe geleitet hat, zu stellen!

Deshalb kommen Sie möglichst zahlreich
am 29. Mai 2013
um 18:00 Uhr in das
Foyer des Bürgerhauses Radevormwald

und beteiligen sich aktiv an der Diskussion. Denn nur wenn ihre Meinung erkennbar wird, lassen Sie die Politik mit der Entscheidung nicht allein!

Sekundarschule - Chance, aber falsch präsentiert!

In der Dezember-Sitzung hatte der Rat der Stadt auch die Entscheidung über die Errichtung einer Sekundarschule zu fassen. Die Faktenlage lässt kaum einen anderen Beschluss zu! Dennoch hielt die Fraktion der Alternativen Liste diesen Beschluss für zu eilig herbeigeführt! Der Fraktionsvorsitzende begründete diese Aussage ausführlich und legte dem Rat zwei alternative Anträge zur Beschlussfassung vor.

Die Fraktion der Alternativen Liste begründete ihre Anträge wie folgt:

Seit dem Beschluss über die Errichtung eines Gymnasiums in den 60iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat der Rat keine so weitreichende Entscheidung über die lokale Bildungspolitik treffen müssen. Leider nimmt sich die Politik nicht die notwenige Zeit für eine derartige Entscheidung. Dabei soll es nicht darum gehen die Entscheidung schlicht durch liegen lassen „reifen zu lassen“, sondern es kann nur darum gehen, alle von dieser Veränderung Betroffenen, einzubeziehen! Herr Krämer-Mandeau von der Fa. Biregio hat in der Fraktionssitzung dringend empfohlen, die demographische Entwicklung und seine Folgen auf die Schulentwicklung z.B. mit den Lehrerkollegien zu diskutieren. Auf unsere Frage, ob Sie diese Aufgabe nicht selbst übernehmen wollten, wurde das aufgrund von Zeitmangel abgelehnt. Eine merkwürdige Reaktion. Ich kenne kein Beratungsunternehmen, dass zusätzliche Ergänzungsaufträge nicht gerne bereit wäre anzunehmen. Die Verwaltung begründet das „Durchpeitschen“ der Entscheidung mit Zeitdruck und der Konkurrenzsituation, durch die Nachbarstädte. Ich möchte mich nur mit dem 2. Argument beschäftigen. Die Konkurrenzsituation halten wir für nicht gegeben! Die Sekundarschule ist eine völlig neue Schulform. Erfahrungen mit dieser Schulform haben die Eltern weitgehend keine. Folglich werden die Eltern dieser Schulform eher mit Skepsis bestenfalls mit Neugier begegnen. Das ist aber keine Grundlage für eine Wettbewerbssituation zwischen den Städten. Die Wettbewerbssituation wird eher zwischen den Schulformen liegen. Dabei wird ein möglicher Wettbewerbsdruck durch mangelnde Kapazitäten seitens der alten Schulformen in den Nachbarstädten etwas gemildert werden.

Zusammenlegung RS und HSAber wir sollten nicht so tun, als wenn nur die Politik wüsste, was gut für die Betroffenen ist! Wir wissen, um die erheblich Unruhe, die es jetzt in den Kollegien von Haupt- und Realschule gibt. Wir wissen nichts darüber, welche Auffassung die Eltern, die in den nächsten Jahren über den Schulwechsel ihrer Kinder entscheiden müssen, über diese neue Schulformen denken. Und ich bin der CDU-Fraktion für Ihren Resolutionsantrag zur Bewahrung der Förderschule sehr dankbar. Unabhängig von möglichen inhaltlichen Differenzen zeigt er doch deutlich, dass der Umbau des Sekundarschulwesens zu einer erheblichen Verunsicherung führt!

Nehmen wir unser in der Hauptsatzung verankertes Postulat von einer familienfreundlichen Stadt ernst, und begegnen wir den Familien auf Augenhöhe! Soll heißen: Versuchen wir die Eltern und Schulbeschäftigten in den Veränderungsprozess mit einzubeziehen! Befragen wir die Eltern nicht erst, wenn die Entscheidung gefallen ist und der Gesetzgeber sie vorschreibt. Befragen wir die Eltern heute, bevor eine Entscheidung gefallen ist! Deshalb bitten wir Sie mit unserem Antrag erneut, die Entscheidung um ein Vierteljahr zu verschieben und die notwendige Diskussion unter allen Beteiligten zu initiieren! Selbst wenn Sie sich für den unmittelbaren Errichtungsbeschluss entscheiden, bitten wir Sie, folgen Sie unserem 2. Antrag und sorgen dafür, dass alle Betroffenen an der Errichtung teilhaben können!

 

In der Sache selbst, sind wir weit weniger von einander getrennt als in der Form. So wie der Schülerrückgang sich darstellt und die Mengengrößen zur Errichtung von Sekundarschulen von der Landespolitik vorgegeben sind, bleibt kaum ein anderer Weg als die Gründung einer Sekundarschule! Ich will aber nicht verschweigen, dass die Sympathien der AL-Fraktion eher bei der Gründung einer Gesamtschule als 2. Schule neben einem Gymnasium liegen. Leider ist dieser Weg durch die notwenigen Größenanforderungen versperrt. Für uns wäre aber auch heute schon ein Gesamtschule als einzige Sekundarschule in Radevormwald denkbar! Wir glauben allerdings nicht, dass ein solcher Weg schon heute mehrheitsfähig ist.

 

Aber weil gerade unsere Sympathien bei der Gesamtschule liegen, lassen sich zum Schluss mit einer Bitte enden. Wann immer auch der Beschluss zur Errichtung der Gesamtschule gefasst wird, haben wir die herzlichen Bitte an alle Beteiligten diesen Beschluss als Chance, als Aufbruch zu neuen Ufern zu sehen und nicht der Versuchung zu erliegen, den alten Wein in neue Schläuche zu gießen. Verstehen Sie die Sekundarschule als eine Möglichkeit, Kinder weniger zu selektieren, sondern stärker auf ihre individuellen Begabungen einzugehen und zu fördern!

Obglieich die Schulausschusssitzungen gezeigt hatten, dass auch in anderen Fraktionen die Meinung bestand, die Sachlage zunächst mit Eltern und Lehrern zu diskutieren, wurden diese Bedenken schnell über Bord geworfen und die Anträge der AL mit großer Mehrheit abgelehnt.

Für eine Gesamtschule neben dem Gymnasium

GesamtschulschildOder: Warum diese Variante eine nicht wiederkehrende Chance ist!

Am 24. Feb. 2015 entscheidet der Rat über die Frage wie die weiterführende Schullandschaft in der Zukunft in Radevormwald aussehen soll. Drei Varianten stehen zur Abstimmung. Die UWG schlägt ein eingliedriges System, das nur aus einer Gesamtschule bestehen soll vor. Während CDU und SPD in einem gemeinsamen Antrag den zweiten Versuch der Einführung der Sekundarschule befürworten. Wir glauben, dass ein Nebeneinander von Gesamtschule und Gymnasium jetzt noch möchlich und die beste Lösung für Radevormwald ist. Lesen Sie, wie der Fraktionsvorsitzende den Antrag der Alternativen Liste begründet!

Sehr geehrter Herr Bürgermeister!

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Liebe Radevormwalderinnen und Radevormwalder!

 

Wir stehen heute wohl vor einer der wichtigsten Entscheidungen dieser Sitzungsperiode. Wir entscheiden heute über die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Deshalb bedauern wir, dass wir in der Vorbereitung zu dieser Entscheidung nicht zu einem größeren Konsens gefunden haben. Allerdings ist die Meinungsvielfalt nicht ganz so groß, wie es auf den ersten Blick scheint! Die Fraktion der Alternativen Liste Radevormwald ist dankbar dafür, dass wir uns in der Ablehnung des bildungspolitischen Selbstverstümmelungsvorschlages der Fa. Komplan einig sind!

 

Die Kollegin Pizzato hat im Schulausschuss ihr Bedauern zum Ausdruck gebracht, dass wir in Radevormwald gezwungen seien, die Vielfalt der Schulformen einzuschränken. Schaut man nun einmal über den Tellerrand Radevormwalds hinaus, dann wird man feststellen, dass das Land NRW wahrscheinlich Deutscher Meister in der Disziplin Vielfalt der Schulformen in der Sekundarstufe ist. Neben den 3 klassischen Formen Hauptschule, Realschule, Gymnasium gibt es noch die Gesamtschule, die Sekundarschule, ihre Vorgängerin die Gemeinschaftsschule in einigen Städten als weiterlebender Schulversuch und der neue Schulversuch in der Form der Primusschule. Schaut man nun auf das Abschneiden nordrheinwestfälischer Schüler im Leistungsländervergleich der Länder, so finden wir uns dort im unteren Drittel der 16 Bundesländer wieder.

Das Gegenmodell dazu ist das Land Sachsen. Sachsen hat sich nach der Wiedervereinigung gewehrt, das dreigliedrige Schulsystem des Westens zu übernehmen und ist konsequent einen eigenen Weg in ein zweigliedriges System aus Mittelschule und Gymnasium gegangen. Heute, nach 25 Jahren hat Sachsen Bayern und Baden Württemberg vom Platz eins im Leistungsvergleich verdrängt! Und was noch erstaunlicher ist: In Sachsen gibt es die niedrigste Wiederholerquote aller Bundesländer! Was ich Ihnen damit sagen möchte: Die Vielfalt der Schulformen garantiert nicht, das dort besonders auf die individuellen Lernbedürfnisse der SchülerInnen eingegangen wird. Empirisch lässt sich dieser von ihnen vermutete Zusammenhang nicht belegen. Eher das Gegenteil ist der Fall!

Aber das sind die Diskussionen aus dem vergangenen Jahrhundert. Wir stehen nicht vor der Frage, wie wir unseren SchülerInnen das beste Schulsystem bieten können, sondern wir stehen vor der Frage, wie wir angesichts des Kindermangels überhaupt noch ein vollwertiges Angebot organisieren können! Leider gibt es Kolleginnen und Kollegen hier im Rat aber auch Bürger, denen diese Notwendigkeit noch nicht hinreichend bewusst geworden ist.

 

Damit sind wir bei den Mengenbetrachtungen. Und natürlich lieber Kollege Hoffmann haben sie recht, wenn Sie sagen, dass unter Beachtung der Zahlen wir zu einem eingliedrigen Schulsystem kommen müssten. Diese Erkenntnis hatten wir vor ihrer Entscheidung in unseren Youtube-Vorträgen schon dargelegt. Aber wir hatten auch ausgeführt, dass die Zahlenbetrachtung – wir haben es den Aspekt der Nachhaltigkeit genannt – nur ein Kriterium ist. Ein anderes ist die politische und gesellschaftliche Akzeptanz. Wir fürchten, sofern Ihr Vorschlag eine Mehrheit im Rat finden würde, dass wir es in der Öffentlichkeit nicht nur mit einer Ablehnungsfront, sondern mit zwei Ablehnungsfronten zu tun hätten. Das mag man bedauern. Es gibt Kleinstädte in unserer Nachbarschaft, wie Kierspe, die das organisiert bekommen. In Radevormwald wird die Diskussion leider noch viel zu emotional geführt, um zu solchen Beschlüssen kommen zu können.

 

Realschule heuteWir bedauern, dass CDU und SPD der Mut fehlt! Mut, die Weichen nicht nur halbherzig in die richtige Richtung zu stellen. Leider erkennen diese Fraktionen nicht, welche einmalige Chance wir im Schuljahr 2016/17 vergeben. Es wird wohl das letzte Schuljahr sein, in dem 186 oder 185 Kinder von den Grundschulen in die weiterführenden Schulen wechseln. Eine solch große Zahl werden wir danach wahrscheinlich nie mehr haben. Mit 185 Kindern lässt sich das Zweiformen-Modell aus Gymnasium und Gesamtschule durchaus aufbauen. Für die Gesamtschule werden mindestens 100 Kinder benötigt, sodass für das Gymnasium maximal 85 Kinder übrig blieben. Das sind 8 Kinder mehr als das Gymnasium im Schuljahr 2014/15 aufgenommen hat. Das funktioniert natürlich nur, wenn die relativ hohe Zahl der Auspendler, die es in 2014/15 gegeben hat, nicht zustande kommt. Da sind wir jedoch recht optimistisch, weil nach allem was wir wissen und im Laufe der Diskussion mit Eltern beobachten konnten, der Wunsch nach einer Gesamtschule sehr groß ist. Wir haben es deshalb im nächsten Jahr mit einem weiteren Glücksfall zu tun, der von CDU und SPD nicht gesehen wird. In diesem Jahr würden wir mit der Errichtung einer Gesamtschule noch in eine Marktlücke innerhalb der Region stoßen. Wird diese Lücke durch den Aufbau einer Gesamtschule in der Nachbarschaft geschlossen werden, wird es für beide Schulformen sowohl für das Gymnasium als auch einer möglichen Sekundarschule in Radevormwald eng! Deshalb gilt: Zwei gymnasiale Oberstufen in einer Stadt gefährden nicht das Gymnasium, sondern sichern es! Wir werden in Radevormwald mit einer Gesamtschule mehr Kinder beschulen können als in Radevormwald wohnen, sodass im Rahmen einer Oberstufenkooperation ein attraktives Kursangebot gebildet werden kann!

Natürlich ist dieser von uns vorgeschlagene Weg nicht völlig ohne Risiko. Im darauffolgenden Jahr sinkt die Schülerzahl um mehr als 20 Kinder. Dieses Modell ist dann auf den Zustrom einpendelnder SchülerInnen angewiesen. Nur in der gegebenen Situation ist es realistisch, dass diese Hoffnung auch trägt. Eine Sekundarschule in Radevormwald besitzt weder die breite Akzeptanz noch die Anziehungskraft gegenüber Eltern aus der Nachbarschaft. Ja sie füllt auch keine Marktlücke!

Deshalb muss noch einmal betont werden, auch der Vorschlag von CDU und SPD auf Errichtung einer Sekundarschule ist nicht ohne Risiko! Wir glauben sogar, dass das Risiko größer ist als bei unserem Vorschlag! Denn – anders als der Kollege Viebach bei der Vorstellung dieses Vorschlages gegenüber der Presse betont hatte, wird es auch diesmal wiederum Widerstand gegen diese Schulform geben!

 

Auch wenn wir den Vorschlag von CDU und SPD ablehnen, weil die großen Parteien eine große Chance für Radevormwald vergeben, so hoffen wir dennoch, dass sofern dieser Vorschlag hier die Mehrheit findet, er diesmal auch realisiert wird. Das sind wir den Eltern und Kindern schuldig, die sich eine Radevormwalder Schule wünschen!

Aber wie gesagt, der Widerstand beginnt sich in den sozialen Medien schon wieder zu formieren. Deshalb kann es nicht mit der Abarbeitung der Errichtungsagenda, die von der Bezirksregierung vorgegeben wird, getan sein!! Ein verändertes Raumkonzept wird auch nicht ausreichen. Notwendig ist, dass das Thema Sekundarschule bei Lehrern und Eltern positiv besetzt wird. Das können sie erreichen, wenn an der Schulform interessierte Lehrerinnen und Lehrer und die Eltern gemeinsam in einen pädagogischen Coachingprozess eintreten. Der darf auch nicht mit der Gründung also 2016/17 enden, sondern sollte mindestens in den ersten zwei Jahren der Existenz der neuen Schule fortgeführt werden. Dieses Choaching wird häufig von Lehrstühlen der Universität Duisburg/Essen oder auch Dortmund angeboten. Das ist im übrigen ein Verfahren, dass im Regierungsbezirk Düsseldorf schon fast zum Standard gehört. Erkundigen Sie sich z. B. bei der Stadt Solingen, die derzeit in einen solchen Prozess eingetreten ist.

Es wird also notwendig sein, ganz schnell Geld im Haushalt vorzusehen, damit eine solche Betreuung von Eltern und Lehrern verwirklicht werden kann. Über die Folgen der Alternative, nämlich des Scheiterns eines zweiten Versuches möchte ich hier nicht weiter nachdenken!

Aber vielleicht liebe Kolleginnen und Kollegen konnte ich sie ja doch für die Alternative einer Gesamtschule neben dem Gymnasium gewinnen! Wir hoffen auf ihre Zustimmung!